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Neue Handreichung des LISA: „Komplexe Leistungen in Zeiten generativer künstlicher Intelligenz“

Viele Akteure im System Schule stellen sich die Frage, wie mit den technischen Möglichkeiten von generativer Künstlicher Intelligenz bei schriftlichen Leistungserhebungen wie Facharbeiten umgegangen werden kann. Das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) hat hierzu auf dem Bildungsserver eine neue Handreichung für Lehrkräfte der Sekundarstufe I und II veröffentlicht.

Die Publikation geht von der Prämisse aus, dass die Verwendung von KI-Tools bei Leistungserhebungen, die nicht unter Aufsicht erfolgen, ermöglicht und pädagogisch begleitet werden sollte. Voraussetzung hierfür ist, nicht allein das Produkt als Ziel der Leistungserbringung anzusehen, sondern auch den Prozess der Erstellung, die Präsentation und die Reflexion als maßgebliche Bestandteile eines ganzheitlichen Lernprozesses zu begreifen. Die komplexe Leistung als prozess- und produktorientierte Aufgabenform, zu der u.a. auch die Facharbeit zählt, eignet sich besonders, um eine derartige Leistungsermittlung und -bewertung durchzuführen.

Die Handreichung skizziert Anforderungen wie bspw. das Heranführen an das Erbringen komplexer Leistungen in der Sekundarstufe I. Zudem liefert sie Anregungen zur Aufgabenstellung, zur Begleitung des Arbeitsprozesses durch die Lehrkraft sowie zur transparenten Bewertung, die gleichermaßen den Prozess, das Produkt und die Präsentation umfasst. Für die schulische Praxis können zusätzlich bearbeitbare Vorlagen heruntergeladen und an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

Die Handreichung wurde am LISA von einer Arbeitsgruppe der Denkwerkstatt Künstliche Intelligenz erarbeitet. Dabei wurden auch Positionen und Rückmeldungen von weiteren Akteuren aus Schule und Verwaltung einbezogen. Sollten Sie Fragen oder Anmerkungen zur Publikation haben, wenden Sie sich gerne an: lisa-fachbereich5(at)sachsen-anhalt.de.