Das Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt, die Heraeus Bildungsstiftung und das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) setzen ihre bewährte Zusammenarbeit zur Professionalisierung von Lehrkräften für Schulleitungsaufgaben fort. Zum Auftakt des zweiten Thementages Campus+ unter dem Motto „Von Daten zu Taten“ unterzeichneten Bildungsstaatssekretär Jürgen Böhm und Martin Fugmann, geschäftsführender Vorstand der Heraeus Bildungsstiftung, in Halberstadt den Kooperationsvertrag für den BildungsCampus Leadership im kommenden Jahr.
LISA-Direktor Thomas Schödel zeigte sich erfreut über die Fortführung der erfolgreichen Partnerschaft. Das etablierte Qualifizierungsangebot, das sich am Orientierungsrahmen der Kultusministerkonferenz orientiert und auf agile sowie situationsgerechte Führung setzt, bietet den Führungskräften an Sachsen-Anhalts Schulen weiterhin ein zukunftsweisendes Professionalisierungsprogramm. Mit modernen Formaten auf dem BildungsCampus wird eine Führungskultur gefördert, die alle Akteure in und um Schule aktiv einbindet, um Lernprozesse innovativ zu gestalten und komplexe Transformationsprozesse erfolgreich umzusetzen. Besonders der ThemenCampus und die Veranstaltungen des Campus+ werden von den Teilnehmenden als dynamische Lern- und Gestaltungsorte geschätzt.
Der Campus+-Thementag „Von Daten zu Taten“ widmete sich der Frage, wie aus Erkenntnissen konkrete Handlungsschritte für die Schul- und Unterrichtsentwicklung abgeleitet werden können. Dr. Martina Diedrich, Leiterin des Governance-Zentrums im CHANCEN-Verbund, beleuchtete in ihrer Keynote die Potenziale und Grenzen datengestützter Qualitätsentwicklung. Sie betonte insbesondere die Bedeutung eines klaren Zwecks bei der Datenerhebung und die sinnvolle Verbindung zwischen normativen Zielsetzungen und praxistauglichen Maßnahmen.
In aktivierenden Workshops erprobten amtierende und angehende Führungskräfte unter dem Motto „qualiTÄTIG“ neue Handlungsstrategien für eine qualitätsorientierte Schule. Im Fokus standen die systematische Nutzung von Feedback auf Leitungsebene, die Einbindung der gesamten Schulfamilie in Schulentwicklungsprozesse sowie der reflektierte Umgang mit Daten zur Ableitung lernwirksamer Maßnahmen. Im innovativen Format der Ratingkonferenz konnten die Teilnehmenden ihre gewonnenen Erkenntnisse schließlich direkt in konkrete, praxisnahe Handlungsschritte überführen. Dabei stand die Stärkung der eigenen Wirksamkeit bei der Weiterentwicklung von Unterricht und Schule ebenso im Mittelpunkt wie die gemeinsame Verantwortung, Schule als einen Ort des Wohlfühlens und erfolgreichen Lernens zu gestalten. So wurde kontinuierliche Qualitätsentwicklung nicht nur diskutiert, sondern aktiv und gemeinschaftlich erlebbar gemacht.
Wir danken allen Teilnehmenden für ihr Engagement und ihre Offenheit, mit der sie Schule aktiv und mit neuen Impulsen mitgestalten. Ihr Einsatz zeigt eindrucksvoll, dass die Impulse dieses Tages nicht nur Denkanstöße bleiben, sondern in gelebte Praxis übergehen.





