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Fortbildungsfahrt nach Brüssel: Europapolitik hautnah erleben

Vom 1. bis 5. März 2026 hatten Lehrkräfte der sachsen-anhaltischen Europaschulen die besondere Gelegenheit, im Rahmen einer von der Landeszentrale für politische Bildung, dem Ministerium für Bildung und dem LISA organisierten Fortbildungsfahrt die Brüssel zu erkunden. Unter dem Motto „Fernes Brüssel – Präsenter als gedacht? Wie prägt die EU unseren Alltag?“ waren vielfältige Programmpunkte geplant.

Bereits am ersten Tag stand ein Besuch in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt auf dem Programm, bei dem die Arbeit der Landesvertretung an praktischen Beispielen vorgestellt wurden. Im anschließenden kollegialen Austausch wurden kooperative und praxisnahe Ansätze zur Vermittlung von Europapolitik im Schulalltag vorgestellt und diskutiert. Eine anschauliche Führung durch die Dauerausstellung zur Entwicklung Europas nach 1845 im Haus der deutschen Geschichte vermittelte die Herangehensweise und den Aufbau der Ausstellung.

Am zweiten Tag erhielten die Teilnehmenden im Konferenzzentrum der Europäischen Kommission spannende Einblicke in die Arbeitsweise der Kommission, ihre Prioritäten sowie gemeinsame europäische bildungspolitische Herausforderungen und Ansätze.

Ein aufrüttelnder Impulsvortrag mit einem Vertreter der Organisation European Digital Rights (EDRi) zum Thema Daten- und Internetsicherheit für Jugendliche führte zu einer nachdenklichen und interessanten Diskussion der Herausforderungen digitaler Autonomie.

Bei der anschließenden Stadtführung stellten die Guides einen Zusammenhang zwischen der kolonialen Geschichte und dem Reichtum des Grand Place her, berichteten über die Anfänge der Schokoladenkultur in Belgien, Manneken Pis oder die vielfältigen Comic-Wandbilder im Stadtzentrum.

Der Besuch des Europäischen Parlaments am dritten Tag ermöglichte es den Lehrkräften, Entscheidungswege in Brüssel nachzuvollziehen und mit der Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Frau Verheyen ins Gespräch zu kommen. Spannend und unterhaltsam war der Vortrag des Mitarbeiters des Besucherdienstes, der mit Kölschem Dialekt Einblicke, z.B. in die Arbeit der Abgeordneten und des Simultandolmetscherteams des Parlaments bot.

Die Fortbildungsfahrt bot nicht nur zahlreiche fachliche Impulse, sondern förderte auch den kollegialen Austausch und die Zusammenarbeit der Europaschulen in Sachsen-Anhalt. Die intensive Kooperation und Vernetzung der Europaschulen wurde durch die gemeinsame Reise nachhaltig gestärkt.

Wir danken allen, die diese bereichernde Fortbildung ermöglicht haben, und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit im Sinne eines lebendigen und praxisnahen Europabildungsnetzwerks in Sachsen-Anhalt.