Bildungstrend startet in neue Runde

Sachsen-Anhalt beteiligt sich auch 2018 am bundesweiten Ländervergleich im Rahmen des Bildungsmonitorings der KMK

Die Kultusministerkonferenz hat die regelmäßige Durchführung von Ländervergleichen im Rahmen des Bildungsmonitorings beschlossen. Ziel ist es festzustellen, inwieweit Schülerinnen und Schüler in Deutschland die für alle Länder verbindlichen Bildungsstandards erreichen und in welchen Bereichen Steuerungsbedarf besteht.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung am LISA wurden die Schulleiter bzw. Schulkoordinatoren der 83 zufällig ausgewählten Testschulen über den Ablauf des diesjährigen Bildungstrends informiert. Der Test wird vom 23. April bis 8. Juni im Schuljahrgang 9 durchgeführt. Insgesamt nehmen etwa 3.000 Schüler aus Sachsen-Anhalt teil.

Die neue Staatssekretärin des Ministeriums für Bildung Eva Feußner begrüßte die anwesenden Schulvertreter. „Ich darf Ihnen an dieser Stelle herzlich danken, dass Sie mit Ihren Schulen einen enorm wichtigen Beitrag leisten, wichtige Erkenntnisse über unser Schulsystem zu erlangen. Das Gelingen der Studie wird sehr stark davon abhängen, wie Schulleitungen, Lehrkräfte, Schüler sowie deren Eltern den Prozess mittragen.“ Zur Bedeutung der Studie für das Land führte sie weiter aus: „Dass die Ergebnisse zu einem Erkenntnisgewinn führen, ist wichtig für uns alle. Denn sie werden auch Auskunft darüber geben, wie  Schule und Bildung in Sachsen-Anhalt weiter verbessert werden können.“

Staatssekretärin Feußner nutzte die Gelegenheit ihres Besuchs am LISA und informierte sich in einem Rundgang und Gesprächen über aktuelle Arbeitsschwerpunkte sowie anstehende Aufgaben des Instituts. Besonderer Schwerpunkte sind gegenwärtig die Stärkung der Lehrerbildung, die Qualifizierung von Seiten- und Quereinsteigern sowie die Sicherung der Unterrichtsqualität.

Am Ländervergleich 2012 nahmen in Deutschland insgesamt 44.584 Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe aus 1.326 Schulen teil. In Sachsen-Anhalt waren 77 Schulen aus der Sekundarstufe I mit 2.291 Schülerinnen und Schülern beteiligt. Sachsen-Anhalt war im Bildungstrend 2012 im Fach Mathematik in der Spitzengruppe gemeinsam mit Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Bayern vertreten. In den naturwissenschaftlichen Kompetenzbereichen lagen die Ergebnisse aus Sachsen-Anhalt ebenfalls über dem bundesweiten Durchschnitt.

Bildungsmonitoring der Kultusministerkonferenz

Im Juni 2006 hat die  Kultusministerkonferenz eine  Gesamtstrategie zum Bildungs­monitoring beschlossen. Damit wird die systematische und wissenschaftlich abgesicherte Feststellung von Ergebnissen des Bildungssystems verfolgt. Auf dieser Grundlage sollen mögliche Gründe für eventuell unbefriedigende Ergebnisse analysiert und daraus geeignete Reformmaßnahmen durch die Bildungspolitik und -verwaltung abgeleitet werden.

Es geht dabei aber nicht nur um die systematische Beschaffung der Informationen über das Bildungssystem, sondern gleichzeitig auch um die enge Verknüpfung dieser Informationen mit Maßnahmen zur Unterrichts- und Qualitätsentwicklung, die der konkreten Arbeit an jeder einzelnen Schule zugute kommen und dort genutzt werden können.

Die Gesamtstrategie der Kultusministerkonferenz zum Bildungsmonitoring umfasst vier konzeptionell miteinander verbundene Bereiche:

  • Internationale Schulleistungsuntersuchungen
  • Zentrale Überprüfung des Erreichens der Bildungsstandards im Ländervergleich
  • Vergleichsarbeiten zur landesweiten Überprüfung der Leistungsfähigkeit der beteiligten Schulen
  • Gemeinsame Bildungsberichterstattung von Bund und Ländern

Die Gesamtstrategie zum Bildungsmonitoring wurde 2015 einer  Überarbeitung unterzogen und weiterentwickelt.

Mit dieser Überarbeitung setzt die Kultusministerkonferenz ihren Weg fort, auf der Grundlage abgesicherter Ergebnisse von Bildungsprozessen die Qualität des Bildungssystems auf allen Ebenen weiter zu erhöhen. Ein Ziel ist es dabei, dass die Voraussetzungen verbessert werden, dass Entwicklungen im Bildungswesen nicht nur beschrieben werden, sondern aus empirischen Daten tatsächlich pädagogisches Handeln erwächst.