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Außerschulische Lernorte - Lernort Museum

Das Öffnen von Schule und - damit verbunden - das Lernen im Museum gehört zu den zukunftsträchtigen Bildungsstrategien. Deshalb entwickelt das LISA seit 2003 unterrichtsunterstützende Bildungsangebote für kulturelle Lernorte (Gedenkstätten/Museen).

Es werden ein auf den jeweiligen Lernort zugeschnittenes museumspädagogisches Konzept und die dazu geeigneten Medien und Materialien entwickelt.

Lehrkräfte, die an das LISA teilabgeordnet werden, betreuen in den ersten zwei bis vier Jahren das Programm vom LISA aus und sind jeweils vor Ort, wenn sich Schulklassen angesagt haben. In dieser Zeit werden das entwickelte Programm wie auch die Materialien erprobt und den lokalen Bedürfnissen angepasst. Nach der Übergabe der ausgearbeiteten Programme gehen diese in die Verantwortung der Museen über.

Die Betreuung kultureller Lernorte ist vor allem ein Ideentransfer unter dem Motto "Hilfe zur (späteren) Selbsthilfe". Dies hat eindeutig Vorrang vor finanzieller oder personeller Unterstützung, die das LISA nur begrenzt leisten kann und darf.

 

 

Das LISA betreut nun auch zwei Kunstmuseen als außerschulische Lernorte

Seit März 2019 kooperiert die Arbeitsgruppe "Betreuung kultureller Lernorte" des LISA mit der Lyonel-Feininger-Galerie Quedlinburg und dem Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale). Dr. C. Philipsen (Generaldirektor der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt) und Dr. S. Eisenmann (Direktor des LISA) unterzeichneten eine gemeinsame Zielvereinbarung. Für beide Museen werden nun unterrichtsunterstützende museumspädagogische Programme zum Thema "Kunst in Diktaturen" entstehen.

Die Lyonel Feininger-Galerie präsentiert neben einem breiten Spektrum an Werken des bedeutenden Meisters der Klassischen Moderne auch Objekte, die ihn als Menschen fassbar machen. Die dramatischen Folgen der Kunstpolitik des nationalsozialistischen Regimes werden durch sein persönliches Schicksal greifbar.
Das Kunstmuseum Moritzburg zeigt in seiner Sammlungspräsentation "Wege der Moderne" u. a.  Kunst aus der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur und der DDR. Zu sehen sind in der jeweiligen Staatsideologie entsprechende Werke neben denen von Künstlern, die vom Staat kontrolliert, verfemt und verfolgt wurden oder nach Ausdrucksmöglichkeiten in Opposition zur offiziell anerkannten und geförderten Kunst suchten.
Die Arbeitsgruppe "Betreuung Kultureller Lernorte" wird für beide Museen unterrichtsunterstützende Bildungs-Programme für Schülerinnen und Schüler entwickeln, die fächerübergreifend Kunstvermittlung mit historisch- politischer Bildung und Demokratieerziehung verknüpfen.