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In Kooperation mit dem LISA entwickelte Lernort-Programme in Museen Sachsen-Anhalts

Kloster Memleben

Das Programm "Lebendiges Kloster" wurde im Rahmen der Betreuung kultureller Lernorte durch das LISA von 2003 bis 2006 mit dem Verein Kloster und Kaiserpfalz Memleben erarbeitet. Es soll Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Lebenswelt eines Benediktinerklosters im Hochmittelalter ermöglichen. Sie werden sowohl mit den Regeln klösterlichen Zusammenlebens als auch mit epochenspezifischen Aufgaben und Techniken konfrontiert. Selbsterkundung als Schule des entdeckenden Sehens, Handlungsorientierung und das Erleben von Gemeinschaft sind dabei leitende Prinzipien.

Lernort und Programm werden auf einer DVD vorgestellt, die über die Mediathek des LISA ausgeliehen werden kann.

Kloster Memleben.Museumspädagogik

 

 

 

Freilichtmuseum Königspfalz Tilleda

Das Programm "Leben in der königlichen Pfalz - ein Tag im Hochmittelalter" wurde im Rahmen der Betreuung kultureller Lernorte durch das LISA von 2005 bis 2007 mit dem Freilichtmuseum Königspfalz Tilleda erarbeitet. Es ermöglicht intensive Einblicke in die Aufgaben einer Pfalz in der Epoche des Reisekönigtums. Selbsterkundung des riesigen Geländes, Erprobung mittelalterlicher Arbeitstechniken und die aktive Untersuchung von Funktion und Bedeutung einzelner Fundstücke aus dem Pfalzgelände sind Bausteine des Angebotes.

Lernort und Programm werden auf einer DVD vorgestellt, die über die Mediathek des LISA ausgeliehen werden kann.

http://www.pfalz-tilleda.de/Lernort

 

 

 

Schloss Wernigerode

"Der Kaiser wird erwartet" ist das Motto eines Programms, das im Rahmen der Betreuung kultureller Lernorte von 2005 bis 2008 mit dem Schlossmuseum Wernigerode entwickelt wurde. Schülerinnen und Schüler können darin den sozialen Hierarchien des 19. Jahrhunderts aktiv nachspüren. In der Rolle der Fürstenfamilie oder deren Bediensteter erarbeiten sie den „standesgemäßen" Umgang miteinander in einer klar umrissenen Lebenssituation.

https://www.schloss-wernigerode.de/angebote-vermittlung/fuehrung-vermittlung/

 

 

 

Lutherhaus Wittenberg

"Zu Besuch bei Martin Luther" hieß das Programm, das 2003 bis 2005 im Rahmen der Betreuung kultureller Lernorte durch das LISA mit dem Lutherhaus Wittenberg erarbeitet wurde. Es begleitete die neue Dauerausstellung des Lutherhauses in den ersten Jahren und ermöglichte eine aktive Begegnung mit unterschiedlichen Facetten des Reformators, die in den derzeit angebotenen Schwerpunktprogrammen weitergeführt werden.

Lutherhaus Wittenberg Museumspädagogik

 

 

 

Industrie- und Filmmuseum Wolfen

"Wir bringen Licht ins Dunkel" ist das Motto eines Angebotes, das experimentelle Zugänge und Selbsterkundungsmöglichkeiten rund um eine Hochtechnologie des 20. Jahrhunderts ermöglicht. Es wurde im Rahmen der Betreuung kultureller Lernorte durch das LISA in den Jahren 2006 bis 2008 mit dem Industrie- und Filmmuseum Wolfen erarbeitet. In den authentischen Räumen des ifm kann anhand von Beobachtungsanregungen technischen, historischen und sozialen Aspekten des Produktionsprozesses von Filmmaterial nachgegangen werden. Je nach dem angestrebten Exkursionsziel kann die Erkundung mit verschiedenen Vertiefungsmöglichkeiten gekoppelt werden: Experimente zur Fotochemie ermöglichen ein vereinfachtes Nachvollziehen einzelner Produktionsabschnitte; eine Stadterkundung in Form einer Fotosafari sensibilisiert für den Zusammenhang zwischen Industriegeschichte und Stadtbildentwicklung.

Industrie- und Filmmuseum Wolfen.Museumspädagogik

 

 

 

Haus der anderen Nachbarn Haldensleben

Unterricht an einem besonderen Ort

Das "Haus der anderen Nachbarn" wurde 2007 nach umfangreicher Sanierung als Nebenstelle des Haldensleber Kreismuseums eröffnet. Es sind Reste der historischen Wandmalerei der jüdischen Gemeinde sowie das alte aufgemalte Kreuzsymbol der neuapostolischen Kirche wieder sichtbar. Der Raum wird von einem kunstvollen Leuchter in Form eines Ölbaumes erhellt, der als Sinnbild des friedlichen Zusammenlebens der Menschen verstanden werden kann.

Von 2008 bis 2010 wurde das Haus vom LISA im Rahmen der Betreuung kultureller Lernorte unterstützt. Das Haus soll in seinen drei "Lebenszeiten" den Schülern nahe gebracht werden. Die Beschäftigung mit dem jüdischen und christlichen Leben führt zur Erkenntnis, welche Bedeutung das Gebäude in der Gegenwart für die Darstellung interkultureller und interreligiöser Zusammenhänge haben kann.

Es wurden verschiedene Unterrichtsmaterialien und -medien entwickelt, die sich auf die Geschichte des Hauses bis zur Gegenwart und auf religiöse Fragestellungen beziehen, die mit dem Haus verknüpft werden können.

Das Unterrichtskonzept ist in unterschiedlichen Schulformen in den Fächern Geschichte, Sozialkunde, Ethik und Religion einsetzbar und es kann auch in ausgewählten Teilen genutzt werden. Für den Unterricht am besonderen Lernort sind ca. 2-3 Unterrichtsstunden zu planen.

Begleitende Materialien finden Sie auf dem Bildungsserver.

www.museumhaldensleben.de

 

 

Kreismuseum Haldensleben

Rettet Bummelmaiers heile Welt

Im Mittelpunkt des Angebotes, das in den Jahren 2009 bis 2011 im Rahmen der Betreuung kultureller Lernorte durch das LISA mit dem Kreismuseum Haldensleben entwickelt wurde, steht der tätige, produzierende Mensch der Biedermeierzeit. Die Schülerinnen und Schüler sollen begreifen, dass der einzelne Mensch sowie sein privates und gesellschaftliches Umfeld von der Arbeit geprägt wurden und er durch seine schöpferische Tätigkeit bedeutende Veränderungen erzielte, die im Besonderen auch die Entwicklung der Region entscheidend beeinflussten.

Die Kinder nehmen aktiv am Produktionsprozess teil und erkennen dabei, dass nur sorgfältiges Arbeiten, Wissen und Kreativität zum Erfolg führten. Außerdem machen sie sich mit Arbeitsabläufen und Arbeitstechniken dominierender Handwerke der damaligen Zeit vertraut. Der folgende Programmaufbau kann verschiedenen Schwerpunkten angepasst werden.

Erkundung: Dazu begeben sich die Schülerinnen und Schüler auf Spurensuche durch das Museum und tauchen in die Welt von Herrn Biedermann und Herrn Bummelmaier ein.
Der Zeitsprung beginnt mit dem Betreten des Grimm-Zimmers im Museum. Hier werden die Schülerinnen und Schüler von der Nachricht überrascht, dass im Museum in der Nacht eingebrochen wurde, der Dieb zwar gefasst wurde, aber ein großes Chaos hinterlassen hat. Die Kinder können beim Wiederherstellen der Ordnung helfen und einige Objekte katalogisieren (Arbeitsheft). Anschließend erkunden die Schülerinnen und Schüler selbstständig mithilfe eines Audioguides ausgewählte Arbeitsstätten der Handwerker. Handlungsorientiert gestützt wird diese Erkundung durch das oben genannte Arbeitsheft, welches gleichzeitig auch zur Ergebnissicherung dient.

Festigung: Zur Vertiefung dient die Zuordnung gegenständlicher Modelle zu den entsprechenden Handwerksstätten, die mithilfe von Fotos auf großen Stelltafeln nachgebildet sind.

Vertiefung: Danach haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich selbst als Handwerker auszuprobieren. Sie können zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen: eine Lithografie anfertigen, einen Scherenschnitt herstellen, einen Keramikteller bemalen oder ein besonderes Fachwerkhaus aufstellen.
Der Abschluss des Programms findet wiederum im Grimm-Zimmer bzw. bei schönem Wetter im Garten des Nebengebäudes statt.
Im Gespräch mit dem Museumspädagogen reflektieren die Schülerinnen und Schüler noch einmal den Tag im Museum.

www.museumhaldensleben.de

 

 

 

 

Franckesche Stiftungen

"Franckes Welt": Ein Baustein-Programm

  • Von 2007 - 2011 wurde im Rahmen der Betreuung kultureller Lernorte durch das LISA in Zusammenarbeit mit den Franckeschen Stiftungen ein museumspädagogisches Programm entwickelt, in dessen Zentrum das Wirken von August Hermann Francke und die von ihm gegründeten Franckeschen Stiftungen in Halle stehen.
  • Nach einem kurzen Einführungsfilm begeben sich die Jungen und Mädchen in der Rolle von Zöglingen des Waisenhauses der Stiftungen auf Entdeckungstour durch die Schulstadt, die sie mit den zahlreichen Einrichtungen des Gebäudeensembles vertraut macht (Zeitbedarf: ca. 2 h), oder erkunden die Wunderkammer der Stiftungen.
  • Das Programm ermöglicht außerdem Vertiefungsmöglichkeiten einzelner Schwerpunkte. Erlebbar ist z. B. Realienunterricht im Sinne von A. H. Francke. Im Mittelpunkt des Unterrichts, der in einem historischen Klassenraum stattfindet, steht die für den Pietismus typische Verbindung von Wissenschaft und Religion (Zeitbedarf: ca. 2 h).
  • Der Modellbau eines Fachwerkhauses kann als Bestandteil der Entdeckungstour, aber ebenso wie eine intensive Beschäftigung mit der Kulissenbibliothek der Stiftungen und einem Aktionsangebot zu Kalligraphie und Druck als eigenständige Programmvertiefung angeboten werden.
  • Eine Mittagsversorgung der Schülerinnen und Schüler ist in der Mensa der Franckeschen Stiftungen möglich.

 

http://www.francke-halle.de/kinderkreativzentrum-krokoseum/einrichtungen-e-2.html

 

 

 

Gleimhaus Halberstadt

"Gleim-net. Social Networking im 18. Jahrhundert"

Seit September 2011 unterstützte die Arbeitsgruppe "Betreuung kultureller Lernorte" des LISA das Gleimhaus Halberstadt bei der Erweiterung und Qualifizierung seiner Bildungsangebote.

Am 09.12.2013 nun ging das Programm "Gleim-net. Social networking im 18. Jahrhundert" offiziell an den Start.

Eine 9. Klasse des Gymnasiums Martineum aus Halberstadt führte das Programm durch und ermöglichte den Gästen aus den Bereichen Bildung, Kultur und Politik sowie Medienvertretern Einblicke in den Ablauf von "Gleim-net".

Im Mittelpunkt des Programmes stehen die literarisch-geselligen Netzwerke des 18. Jahrhunderts. Schülerinnen und Schüler werden in einem kurzen einleitenden Animationsfilm mit der Persönlichkeit Johann Wilhelm Ludwig Gleims und seinem Wirken in Halberstadt und den Medien der freundschaftlichen Kommunikation der Aufklärung vertraut gemacht. 

Durch einen historischen Brief nähern sie sich einer historischen Persönlichkeit aus dem Umfeld Gleims an, deren Rolle sie im weiteren Verlauf des Programms übernehmen. Informationen zu ihrer Figur recherchieren sie in einem multimedialen Pool von biografischem Material sowie Werk- und Bildbeispielen. Auf dieser Grundlage erstellen die Teilnehmer per Tablet-PC ein Netzwerk-Profil und treten anschließend in ihrer Rolle in einen Gedanken- und Nachrichtenaustausch mit weiteren Mitgliedern des Netzwerkes. Eigens für dieses Projekt wurde von Studenten der HS Harz ein geschütztes soziales Netzwerk eingerichtet, in dem sich die Projektteilnehmer treffen und austauschen können. 

Neben dem Spiel mit der Sprache, den Kunstwerken und den Schicksalen des 18. Jahrhunderts und der ungewohnten Perspektive auf Vorteile und Gefahren sozialer Netzwerke bringen die Kinder und Jugendlichen der facebook-Generation dabei auch ihre eigenen Erfahrungen ein. Spannung baut sich auf, wenn sie sich mit ihren virtuellen Freunden verabreden. Wer verbirgt sich an diesem Projekttag hinter Lessing, Jacobi, Bürger oder Madame Karsch? Welcher ihrer Klassenkameraden war es, mit dem sie in ihrer Rolle einen so anregenden und unterhaltsamen Austausch erlebten?
Zurück aus der virtuellen Welt treffen sich die Schülerinnen und Schüler in Gruppen zur Beschäftigung mit zeittypischen Medien und Bräuchen der literarisch-geselligen Kommunikation: 

Die Rolle dabei weiterzuspielen ist noch einmal eine Herausforderung, die auf Potenziale und Risiken der modernen Kommunikationstechnik verweist.

Das Projekt zur experimentellen Kommunikation schafft nicht nur einen "barrierefreien" und anregenden Zugang zu den Persönlichkeiten und den Themen der deutschen Aufklärung, sondern stellt auch ein risikofreies Versuchsfeld für Netzwerkkommunikation dar. Freundschaftliche Kommunikation fand im 18. Jahrhundert wie heute im Grenzbereich zwischen Privatheit und Öffentlichkeit statt. Johann Wilhelm Ludwig Gleim ist Fachmann auf diesem Gebiet. Sein Brief, der die Projektteilnehmer eine gewisse Zeit nach ihrer Exkursion an ihren Besuch und ihren Gedankenaustausch erinnern wird, fasst in freundschaftlicher Form die Lehren zusammen, die aus dem protokollierten Netzwerkaustausch gezogen werden können.

Der Projekttag umfasst ca. 6 Zeitstunden. Interessante Einblicke in den Freundschaftskult des 18. Jahrhunderts lassen sich aber auch in kürzerer Zeit unter Nutzung einzelner Materialien des Programms gewinnen.

Museumspädagogik im Gleimhaus Halberstadt

 

 

 

Freilichtmuseum Diesdorf

Rupfen, Riffeln, Rösten – Wie Pflanzen zu Kleidung werden

Im Freilichtmuseum Diesdorf entdecken und erschließen die Schülerinnen und Schüler die Spuren handwerklicher Textilproduktion. Anhand von Fundstücken verfolgen sie auf spannende und anschauliche Art den Weg der Pflanzenfasern vom Flachs zum Leinen. Darüber hinaus können einzelne Arbeitsschritte selbst erprobt werden.

https://www.museen-altmarkkreis.de/freilichtmuseum-diesdorf/museum-aktiv-freilichtmuseum-diesdorf/

 

 

 

Technikmuseum Magdeburg

Technik zum Anfassen und ein Wandbild entdecken

Am 28.10.2016 wurden dem Technikmuseum Magdeburg zwei Bildungsangebote für Schulen übergeben.

Buckau macht Dampf

Das museumspädagogische Programm führt Schülerinnen und Schüler in die Zeit der Industrialisierung Magdeburgs. Zu Beginn macht sie ein Film mit dem Thema vertraut. Anschließend erkunden sie in mehreren wählbaren Rundgängen Museumsobjekte, die im Zusammenhang mit Magdeburger Unternehmern im 19. Jahrhundert stehen. Dabei werden sie von Tablet-PCs mit spezifischen interaktiven Anwendungsprogrammen angeleitet. So erschließen sie sich selbstständig nicht nur historische, sondern auch soziale und naturwissenschaftlich-technische Inhalte. In einer anschließenden Zusammenführung erarbeiten sie gemeinsam Buckaus Entwicklung zum Industriestandort.
Die praktische Arbeit in der Schülerwerkstatt des Museums vertieft die gewonnenen Eindrücke und Erkenntnisse. Dort stellen die Schülerinnen und Schüler Modelle eines historischen Dampfhammers her. Mithilfe einer Dampfmaschine können sie diese in Betrieb setzen und ihre Funktionstüchtigkeit überprüfen.
Das Bildungsangebot "Buckau macht Dampf" bietet Anknüpfungspunkte zu den Lehrplänen mehrerer Fächer an.
Es sollten mindestens 4 Stunden dafür eingeplant werden. Zur Vor- und Nachbereitung im Unterricht stehen Materialien zur Verfügung.

Begleitende Materialien finden Sie auf dem Bildungsserver.

https://www.technikmuseum-magdeburg.de/downloads/Buckau_macht_Dampf.pdf

Ein Wandbild im Technikmuseum? 

Schülerinnen und Schüler können im Technikmuseum Magdeburg ein ungewöhnliches Ausstellungsstück entdecken. Das von Herbert Hegenbarth 1982/83 gemalte 8,50 m x 2,40 m große Wandbild für den Speisesaal der Magdeburger Werkzeugmaschinenfabrik hat nach seiner Wiederentdeckung in den Neunziger Jahren hier seinen Platz gefunden. Das Programmangebot erschließt Kindern und Jugendlichen vielfältige Facetten der DDR-Geschichte. Sie erkunden das Bild zunächst individuell mithilfe eines interaktiven Anwendungsprogramms auf Tablet-PCs. Dabei können sie ihren Weg durch das Bild selbst bestimmen. Anschließend diskutieren sie miteinander über Inhalt, Gestaltung und Aussage des Gemäldes.
In einem praktischen Teil vertiefen die Schülerinnen und Schüler die gewonnenen Eindrücke und Erkenntnisse.
Sie setzen sich künstlerisch mit Technik und Maschinen auseinander, indem sie eigene Fotografien anfertigen und diese anschließend digital weiterbearbeiten.
Das Bildungsangebot bietet Anknüpfungspunkte zu den Lehrplänen verschiedener Fächer an. Es sollten dafür mindestens 3 Stunden eingeplant werden.

Begleitende Materialien finden Sie auf dem Bildungsserver.

https://www.technikmuseum-magdeburg.de/downloads/Kunst_im_Technikmuseum.pdf

 

 

Naumburger Dom

Hand-Werke(n) in der Hütte des Meisters

Die Programme unter dem Sammeltitel "Hand-Werke(n) in der Hütte des Meisters" wurden im Rahmen der Betreuung kultureller Lernorte durch das LISA von 2008 bis 2012 mit den Vereinigten Domstiftern zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz erarbeitet. In der neu errichteten Kinderdombauhütte des Naumburger Domes können Schülerinnen und Schüler als Steinmetze und Kunstglaser tätig werden und ein mittelalterliches Bauwerk aus der Sicht seiner Schöpfer kennenlernen. An einem Tag können sie die gesamte Ausbildung von der ersten Bekanntschaft mit Baustelle, Werkstoff und Werkzeug über das Gesellenstück und die dazugehörige Feier bis zu einem gemeinsamen Meisterstück durchleben.
Das Programm ermöglicht eine flexible Nutzung. Neben dem Tagesprogramm können die Arbeiten mit Stein und Glas auch in Kurzprogrammen ausprobiert werden. Eine Vertiefung kann außerdem unter theologischen, musikalischen, bauhistorischen, mathematischen und sozialgeschichtlichen, aber auch botanischen Gesichtspunkten erfolgen.

Zu den einzelnen Lernortprogrammen im Naumburger Dom

http://www.naumburger-dom.de/kinderdom-bauhuette.html

 

 

Kulturhistorisches Museum Schloss Merseburg

Das Merseburger Schloss war in den vergangenen Jahrhunderten Königspfalz der Ottonen, Sitz der Merseburger Bischöfe und Residenz der Herzöge der Sachsen-Merseburger Sekundogenitur.
Seine Architektur wurde vor allem durch zwei Herrscher geprägt. Bischof Thilo von Trotha ließ das Schloss ab 1470 als spätgotische Dreiflügelanlage neu erbauen. Johann Georg I. gestaltete es Anfang des 17. Jahrhunderts im Stil der Renaissance um. Auch die nachfolgenden Herzöge veränderten das Schloss nach barocker Mode weiter. Die Dauerausstellung mit ihren vielfältigen Objekten sowie das Schlossgebäude mit seinem imposanten Innenhof und dem Schlossgarten bieten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, den Schlossherren in ihrer Zeit zu begegnen. Das Museum ist geeignet, Kultur- und Sozialwissen zu verschiedenen historischen Epochen zu vermitteln und zur Entwicklung und Ausprägung geschichtskultureller Kompetenz beizutragen. Hier können eine Vielzahl von Wissensbeständen aus Lehrplänen verschiedener Fächer und Schulformen praxisnah und anschaulich behandelt, sowie allgemeine und fachspezifische Kompetenzen trainiert werden.
Das museumspädagogische Konzept des LISA ist darauf gerichtet, kulturelle Leistungen und Lebenswelten auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt differenziert wahrzunehmen, zu reflektieren, sowie sich mit der Erhaltung von kulturellem Erbe auseinanderzusetzen.

 

 

"Baumoden" eines Schlosses

Der Baugeschichte auf der Spur

Die Schülerinnen und Schüler erforschen selbstständig die Baugeschichte des Schlosses vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. In Teams entdecken sie Spuren der Bautätigkeit von Bischöfen und Herzögen, die im Stil der Spätgotik, der Renaissance und dem Barock das jeweilige Erscheinungsbild des Schlosses prägten. Der Merseburger Rabe ist dabei ihr Begleiter. Die Ergebnisse ihrer Erkundung können die Schülerinnen und Schüler an einem großen Hands-On-Modell der Schlossanlage demonstrieren.

Mit der anschließenden praktischen Tätigkeit können sie die gewonnen Eindrücke und Erkenntnisse vertiefen.

Ausgehend von einem Objekt ihrer Selbsterkundung gestalten die Kinder und Jugendlichen in einem Angebot als "Restauratoren" originale Motive einer Holzdecke aus der Zeit der Renaissance nach und wenden dabei historische Techniken an.

Ein weiteres Angebot greift die zuvor entdeckten Bischofswappen auf. Die Schülerinnen und Schüler gestalten, angelehnt an die Technik der spätgotischen Bildhauer, ein Wappenrelief.

Barocke Pracht im herzoglichen Schloss

Von 1657 bis 1738 lebten im Merseburger Schloss die Herzöge der kursächsischen Nebenlinie Sachsen-Merseburg. Nach dem Vorbild der großen Herrscher ihrer Zeit gestalteten diese Innenräume, Fassadenteile und den Garten des ehemaligen Bischofsschlosses zur barocken Fürstenresidenz um.
Die Schülerinnen und Schüler begeben sich auf die Spuren der Herzöge. Dafür stehen drei Erkundungsmodule zur Verfügung, die parallel in Gruppen durchgeführt werden.

  • Verlorene Pracht - das Merseburger Spiegelkabinett
    Das kostbare Kabinett befindet sich seit 1925 nicht mehr im Schloss Merseburg. Ein Modell, ein Experiment und weitere Medien und Materialien ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern sich eine Vorstellung von seiner prachtvollen Ausstattung zu machen.

  • Barocke Gartenpracht
    Vom barocken Lustgarten des 18. Jahrhunderts können heute nur noch einige Elemente entdeckt werden. Die jungen Besucher erwecken ihn anhand einer Beschreibung des Landbaumeisters J. M. Hoppenhaupt mithilfe eines spezifischen Anwenderprogramms auf Laptops wieder zum Leben.

  • Festtafel und Tafelzeremoniell
    Ausgehend von historischen Quellen gestalten die Schülerinnen und Schüler eine barocke Festtafel, falten Servietten nach zeitgenössischen Anleitungen und beschäftigen sich mit der standesgemäßen Platzierung der Gäste sowie dem Tafelzeremoniell des 18. Jahrhunderts.

 

Nach der Präsentation der Erkundungsergebnisse entdecken die jungen Besucher Ausstellungsobjekte aus dieser Zeit. Der Rundgang wird geführt von einem Museumsmitarbeiter oder durch eine Schülergruppe, die sich parallel zu den Programmmodulen darauf vorbereitet hat. Zum Abschluss kann die Gruppe noch den Schlossgarten besuchen.

Museum Burg und Schloss Allstedt

Das Museum Burg und Schloss Allstedt wird sich in den nächsten Jahren mit Unterstützung des LISA zu einem weiteren kulturellen Lernort in Sachsen-Anhalt entwickeln. Schülerinnen und Schüler können dort bald das Wirken des Reformators Thomas Müntzer erkunden, der oft im Schatten Martin Luthers steht und noch heute umstritten ist. Aber es gibt noch mehr zu entdecken ...

Die Geschichte der Allstedter Burg- und Schlossanlage reicht bis ins 9. Jahrhundert zurück. An der Straße der Romanik gelegen lässt sich dort die Bau- und Nutzungsgeschichte vom 13. bis zum 19. Jahrhundert nachvollziehen. Als Wirkungsstätte Thomas Müntzers ist sie ein bedeutender Ort der Reformationsgeschichte. Goethe schrieb hier drei Akte seines Dramas "Iphigenie auf Tauris".

Mit Blick auf die Jahre 1523, als Müntzer in Allstedt seine Arbeit als Pfarrer aufnahm und 1524, dem Jahr seiner berühmten Fürstenpredigt, wird das LISA bis 2021 für das Museum eine museumspädagogische Konzeption für Schülerinnen und Schüler aller allgemein bildenden Schulformen entwickeln. Diese können dann die 2014 eröffnete Dauerausstellung "Thomas Müntzer - ein Knecht Gottes" selbstständig erkunden und sich ein eigenes Bild vom widersprüchlichen Theologen und Reformator machen. Modularisierte Rundgänge werden die Kinder und Jugendlichen auch auf die Spuren der ehemaligen Nutzer und Besitzer der Burg- und Schlossanlage führen. Zeugnisse vieler Bauepochen können von ihnen entdeckt werden. Alle thematischen Erkundungen werden von passenden Praxisangeboten ergänzt. So können zum Beispiel die Erkenntnisse über Müntzers Wirken in Allstedt in einem digital erstellten Comic nacherzählt werden. In der beeindruckenden spätmittelalterlichen Burgküche wird nicht nur gelernt, sondern auch gearbeitet. Das Setzen mit beweglichen Lettern und das eigenhändige Drucken mit dem Nachbau einer Presse aus der Reformationszeit erschließt den jungen Besuchern handlungsorientiert die Bedeutung des Buchdrucks für die Verbreitung reformatorischer Ideen.

Eine Beschreibung der einzelnen Programme finden Sie auf dem Bildungsserver.

Es werden laufend Testklassen gesucht.

Anmeldung:
heike.hinke(at)sachsen-anhalt.de                  
Tel.: 0345 2042 292

Lyonel-Feininger-Galerie Quedlinburg

Der Amerikaner Lyonel Feininger lebte und arbeitete fünfzig Jahre in Deutschland. In dieser Zeit entwickelte er einen ganz eigenen Stil innerhalb der verschiedenen Strömungen der Klassischen Moderne und reifte zum international beachteten Künstler. 1937 verließ er als "entartet" geächteter Künstler mit seiner jüdischen Frau seine Wahlheimat und kehrte in die USA zurück.
Die Lyonel-Feininger-Galerie Quedlinburg präsentiert neben ausgewählten Werken der Malerei und Grafik aus der Sammlung H. Klumpp auch Objekte, die den Künstler auch als Menschen fassbar machen. Die dramatischen Folgen der Kunstpolitik des nationalsozialistischen Regimes und der DDR werden durch sein persönliches Schicksal greifbar.
Die Arbeitsgruppe "Betreuung kultureller Lernorte" des LISA hat ein fächerübergreifendes museumspädagogisches Programm für Schülerinnen und Schüler zum Thema "Lyonel Feininger - zwischen künstlerischer Freiheit und staatlicher Ausgrenzung" entwickelt, das grundlegende Wissensbestände sowie vielfältige allgemeine und fachspezifische Kompetenzen vor allem der Lehrpläne Kunst und Geschichte vermittelt.

Es werden laufend Testklassen gesucht.

Anmeldung:
heike.hinke(at)sachsen-anhalt.de                  
Tel.: 0345 2042 292

Mit dem Tablet „Kunst in Diktaturen“ erkunden

Was bedeutet es für Künstler, unter den Bedingungen einer Diktatur zu arbeiten? Welche Kunstwerke bringen Zeiten der Einschränkung, Beeinflussung und Ausgrenzung hervor?  

Diesen und weiteren Fragen können Schülerinnen und Schüler bald in zwei Kunstmuseen Sachsen-Anhalts nachgehen. Die Arbeitsgruppe „Betreuung kultureller Lernorte“ des Landesinstituts für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) wird im Rahmen einer mehrjährigen Kooperation für die Lyonel-Feininger-Galerie in Quedlinburg und das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) unterrichtsbegleitende museumspädagogische Angebote für Schülerinnen und Schüler entwickeln, die Kunstvermittlung und historisch-politischer Bildung verknüpfen. Dazu unterzeichneten die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt und das LISA eine gemeinsame Zielvereinbarung. 

Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)

In seiner Sammlungspräsentation "Wege der Moderne" zeigt das Kunstmuseum Moritzburg u. a. Werke aus der Zeit des Nationalsozialismus und der DDR. Neben staatskonformen Kunstwerken können Schülerinnen und Schüler auch solchen begegnen, deren Autoren vom jeweiligen Regime sanktioniert, geächtet oder verfolgt worden sind, bzw. nach individuellen Ausdrucksformen in Opposition zur Staatskunst suchten.
Im Rahmen einer Kooperation mit dem Museum wird die AG "Betreuung kultureller Lernorte" ein unterrichtsbeglei-tendes museumspädagogisches Programm zum Thema "Kunst in Diktaturen" entwickeln, das jungen Besuchern an ausgewählten Beispielen die Vielfalt bildnerischer Ausdrucksmöglichkeiten unter den spezifischen kunst- und kulturpolitischen Rahmenbedingungen sowie die Bedeutung von Toleranz und künstlerischer Freiheit und damit auch grundlegende demokratische Werte vermittelt. Es wird vor allem an die Lehrpläne der Fächer Kunst und Geschichte angebunden.

Darüber hinaus ist bereits ein Angebot für Grundschüler entstanden, das anhand geeigneter Kunstwerke die sprachliche und kulturelle Bildung in den Mittelpunkt stellt.

Es werden laufend Testklassen gesucht.

Anmeldung:
heike.hinke(at)sachsen-anhalt.de                  
Tel.: 0345 2042 292

Stadtmuseum Halle (Saale)

Erstmals in ihrer langjährigen Tätigkeit wird die AG „Betreuung Kultureller Lernorte“ nun auch mit einem Stadtmuseum kooperieren. Im Sinne eines modernen, kompetenzorientierten und realitätsbezogenen Unterrichts wird das LISA an der Schnittstelle zu den Schulen des Landes dazu beitragen, das Museum bei seiner weiteren Entwicklung zu einem attraktiven außerschulischen Lernort zu beraten und zu unterstützen.

„Ich verspreche mir durch die gemeinsame Erarbeitung der schulischen Angebote, dass diese passgenau auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrerinnen und Lehrer zugeschnitten sind. In der Schule müssen komplexe historische Sachverhalte in immer weniger Stunden vermittelt werden. Hinzu kommt, dass sich Lehrkräfte bezüglich der Geschichte der DDR in einer Doppelrolle von Historiker und Zeitzeugenschaft befinden. Hier wollen wir mit unserem Projekt ansetzen.“, so Jane Unger, Direktorin des Stadtmuseums Halle.

Objekte der halleschen Kultur- und Sozialgeschichte zu den Themen „Leben in Halle-Neustadt und der Altstadt“, „Umweltprobleme“, „Schule und Jugend in Halle“, „Sehnsüchte“, „Politisches Leben/Parteien/Stasi“ sowie „Vertragsarbeiter“ bieten besondere Möglichkeiten und Chancen, jungen Menschen die DDR erleb- und erfahrbar zu machen. Bei der Erkundung der Ausstellungsstücke sollen die Schülerinnen und Schüler durch abwechslungsreiche Materialsammlungen auf Tablets unterstützt werden. Die Bildungsangebote zum Zeitalter der Aufklärung beziehen sich auf die Ausstellung „Geselligkeit und die Freyheit zu philosophieren“. Zum einen ermöglichen sie den jungen Besuchern das Verständnis für die große Bedeutung Christian Wolffs als Vordenker der deutschen Aufklärung. Zum anderen geben sie einen Einblick in die Geselligkeitskultur des 18. Jahrhunderts.

Für das LISA ist die Kooperation mit dem Stadtmuseum seit 2003 die sechzehnte dieser Art. Die AG „Betreuung Kultureller Lernorte“ entwickelt in Abstimmung und Zusammenarbeit mit den städtischen Mitarbeitern die Konzeption, Medien und Materialien für die thematische Erkundung der Ausstellungen, praktische Vertiefungen vor Ort sowie Vor- und Nachbereitungsmaterial für die Schule. Ziel ist es, den Lehrerinnen und Lehrern eine optimale Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen und den Unterricht in das Museum zu verlagern, um das Lernen handlungsorientierter und nachhaltiger zu gestalten.

Zu diesen gemeinsamen Vorhaben unterzeichneten am 25.6.2020 der Direktor des Landesinstituts für Schulqualität und Lehrerbildung (LISA), Herr Dr. Eisenmann und Frau Dr. Marquardt, Beigeordnete der Stadt Halle für Kultur und Sport, eine gemeinsame Zielvereinbarung.

Die Zusammenarbeit beider Institutionen im Rahmen des Projektes endet im Juli 2021. Bereits während der Laufzeit werden die entwickelten Ideen mit Schülerinnen und Schülern erprobt.

Lernen im Stadtmuseum Halle

Ab sofort können Schülerinnen und Schüler im Stadtmuseum Halle verschiedene neue museumspädagogische Angebote nutzen.

Am 11. Juni 2021 übergab der Direktor des LISA, Herr Schödel eine von der AG „Betreuung Kultureller Lernorte“ entwickelte museumspädagogische Konzeption an Frau Dr. Marquardt, Beigeordnete für Kultur und Sport der Stadt Halle.

Für junge Besucher ab Klasse 7 entstanden Programme, die ihnen den halleschen Gelehrten Christian Wolff und die Geselligkeit im 18. Jahrhundert näherbringen. Mit abwechslungs-

reich gestalteten Erkundungsheften begeben sie sich auf Spurensuche im Museum und verarbeiten anschließend ihre Erkenntnisse beim Gestalten einer kleinen Sammlungsbox oder eines Freundschaftsbüchleins. Auch eine Entdeckungstour per Smartphone ist zu diesem Thema möglich.

Für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10 gibt es ein weiteres museumspädagogisches Angebot. In der stadtgeschichtlichen Dauerausstellung des Museums können sie die Stadt Halle in 40 Jahren DDR erleben. Das Programm stellt diese Zeit in acht thematischen Schwerpunkten vor. Mit Hilfe ausgewählter Ausstellungsobjekte sowie Zusatzmaterial auf Tablets (Audios, Fotos, Videos, Dokumente) ist es möglich, beispielsweise die Entstehung Halle-Neustadts, den Produktionsstandort Halle, das Leben junger Menschen oder die Umweltprobleme in der Chemieregion näher zu erkunden und zu reflektieren.

Alle Angebote können im Stadtmuseum gebucht werden.