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Herzlich Willkommen auf der Website des Landesinstitutes für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt

Das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) konzipiert, organisiert und begleitet das Qualitätsmanagement an den Schulen Sachsen-Anhalts durch externe Evaluationen sowie durch schulische Leistungsvergleiche und es widmet sich der Auswertung dieser Ergebnisse.

Rückmeldungen aus der schulischen Praxis und die Auswertung von Leistungserhebungen fließen direkt in die Lehrplanentwicklung, die Arbeit der Schulleitungen und der Schulaufsicht sowie in die Schwerpunkte der Lehreraus- und -fortbildung ein.

Aktuelle Themen

Erhebung und Analyse von Lernständen sowie Handlungsempfehlungen

Auf dieser Seite finden Sie Anregungen zur Erhebung und Analyse von Lernständen sowie Handlungsempfehlungen in den Kernfächern. Diese beinhalten 

  • Anregungen zur Nutzung diagnostischer Möglichkeiten von zentralen Klassenarbeiten,

  • Anregungen zur Nutzung diagnostischer Möglichkeiten von zentralen Vergleichsarbeiten,

  • eine Auswahl weiterer Lernstandserhebungen,                              

  • Fort- und Weiterbildungsangebote für Lehrkräfte zum Thema,

  • Hinweise auf Materialien zur Kompetenzentwicklung.

Aufgabensammlung zur individuellen Förderung

Das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) veröffentlicht für die Kernfächer und weitere ausgewählte Fächer der allgemeinbildenden Schulen (Naturwissenschaften und Geschichte) Aufgaben zum individuellen Üben. Die Aufgabensammlung soll die Schulen bei der Förderung von Schülerinnen und Schülern unterstützen, um mögliche Defizite, die durch die veränderten Lernbedingungen aufgrund der Schulschließungen entstanden sind, auszugleichen.

Die Lehrkräfte geben konkrete schulfachbezogene Empfehlungen an ihre Schülerinnen und Schüler, welche Aufgaben für sie geeignet sind und wann sie für Rückfragen der Schülerinnen und Schüler erreichbar sind.

Sehr geehrte Lehrkräfte und Pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

seien Sie herzlich eingeladen, sich über unsere Fortbildungsangebote für das Schuljahr 2020/2021 zu informieren und diese aktiv zu nutzen. 

Aufgrund der besonderen Situation finden die Angebote unter Vorbehalt statt. Wir möchten Ihnen dennoch eine möglichst praxisnahe Unterstützung bei der Bewältigung der aktuellen Anforderungen in Schule und Unterricht bieten. Dazu bereiten wir sowohl Präsenz- als auch digitale Formate zur Professionalisierung vor. Über die jeweils aktuellen Durchführungsbedingungen werden wir Sie in bewährter Weise durch das Veranstaltungsmanagement und/oder die jeweilige Veranstaltungsleitung informiert.

Wir danken für Ihr Verständnis.

 

 

Mit dem Tablet „Kunst in Diktaturen“ erkunden

Trotz der aktuellen Einschränkungen durch die Covid-19-Pandemie besuchte am 14.07.2020 eine kleine Schülergruppe des 11. Schuljahrganges die Lyonel-Feininger-Galerie Quedlinburg. Die Schülerinnen und Schüler des GutsMuths-Gymnasiums in Quedlinburg waren die Ersten, die das vom LISA entwickelte fächerübergreifende Bildungsprogramm „Lyonel Feininger - zwischen künstlerischer Freiheit und staatlicher Ausgrenzung“ testeten.

 „Es hat mir sehr gut gefallen, dass man alles selbstständig erkunden konnte und die Arbeit mit dem Tablet war eine neue und abwechslungsreiche Methode“ resümierte eine der jungen Besucherinnen. Sie und ihre Mitschüler haben sich in der Dauerausstellung der Galerie dem Künstler und Menschen Lyonel Feininger mittels einer interaktiven Tablet-Anwendung genähert und an seinem Beispiel erfahren, welche dramatischen Auswirkungen die nationalsozialistische Kunstpolitik und die Aktion „Entartete Kunst“ für viele Künstler der Moderne hatte. In einer anschließenden Gesprächsrunde tauschten die Jugendlichen ihre Eindrücke und Erkenntnisse aus dem Rundgang miteinander aus. Diskutiert wurde auch die Bedeutung künstlerischer Freiheit für unsere heutige Demokratie sowie ihre Grenzen. Das museumspädagogische Programm verbindet Lehrplaninhalte der Fächer Geschichte und Kunst und ist für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 konzipiert. Der nächste Testlauf wird auch eine anschließende praktische Vertiefung beinhalten, die ebenfalls auf digitale Medien setzt. Mit den Tablets, speziellen Aufnahmeboxen und entsprechender Software sollen die Spielzeuge, die Feininger für seine Söhne schnitzte, in kleinen Stopp-Motion-Filmen zum Leben erweckt werden.

Lehren und Lernen auf Abstand – Impulse und Empfehlungen für den Präsenz- und Distanzunterricht in Sachsen-Anhalt

Die gegenwärtige Situation an den Schulen unseres Bundeslandes ist geprägt von einer Phase der schrittweisen Wiederaufnahme des Schulbetriebes und einer voraussichtlich längeren Dauer eines Nebeneinanders von Präsenzlernen und Distanzlernen. Das betrifft sowohl das Lernen in der Schule (Präsenzlernen), welches u. a. in Kleingruppen, tageweise, also deutlich „auf Abstand“ stattfindet, als auch die Bearbeitung von Aufgaben im häuslichen Umfeld (Distanzlernen), was nun i. d. R. ohne die Betreuung durch die Lehrkraft stattfinden muss. Entscheidend ist eine sinnvoll geplante Verknüpfung beider Phasen durch die Bereitstellung von Materialien, Medien, Arbeitsaufträgen oder Lernarrangements. Die folgenden Publikationen des LISA geben dazu Impulse und Empfehlungen, die mit Blick auf schulspezifische Bedingungen und Szenarien Beachtung finden können. Weiterhin sind hier erprobte Unterrichtsplanungen zu finden. Sie wurden von Lehrkräften für die ihnen anvertrauten Lerngruppen in Schulen unseres Bundeslandes konkret umgesetzt. Sie stammen von im Schuldienst aktiven Lehrkräften, insbesondere auch und gerade von Lehrkräften im Vorbereitungsdienst, die mit Engagement gegenwärtig an den Schulen arbeiten. Einige Beispiele erhielten wir auch von Fach- und Hauptseminarleitern sowie von LISA-Referenten. Von der jeweils lehrplanbezogenen Kompetenzorientierung aus werden Aufgabenstellungen für die Präsenz der Schülerinnen und Schüler an der Schule und für das Lernen im häuslichen Umfeld dargestellt, mit Materialien und Methoden verknüpft. In allen Planungsbeispielen ist die Form der Rückmeldung/ des Feedbacks dargestellt.

Gütesiegel „Begabungsfördernde Schule“ erfolgreich verteidigt

Im Februar 2020 haben drei Grundschulen sowie vier weiterführende Schulen erfolgreich das Zertifizierungsverfahren abgeschlossen. Für weitere vier Jahre dürfen die Grundschule „Friedrich Ludwig Jahn“ aus Leuna, die Grundschule „Erich Kästner“ aus Haldensleben, die Grundschule „Goethe“ aus Halberstadt, das Stadtfeld-Gymnasium sowie das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium aus Wernigerode, das Georg-Cantor-Gymnasium aus Halle und die CJD Christophorus-Schulen aus Droyßig das Gütesiegel „Begabungsfördernde Schule“ tragen. Gratulation den Netzwerkschulen!

Zum Zertifizierungsverfahren gehörten neben der Antragstellung auch die Präsentation, die kritische Reflexion und Diskussion des schulischen Konzeptes zur Begabtenförderung. Dazu fanden am 19. und 26. Februar in Halle bzw. Magdeburg Kolloquiumsveranstaltungen statt, welche als Fortbildung allen interessierten Lehrkräften offenstanden. Die Teilnehmenden konnten während der Präsentationen der Schulen verschiedene diagnostische Strategien sowie vielfältige Möglichkeiten der Förderung und Forderung leistungsstarker, begabter oder auch potenziell besonders leistungsfähiger Kinder und Jugendlicher kennenlernen. Im sich anschließenden Fachgespräch, welches häufig in intensive Diskussionen zu unterschiedlichen Problemfeldern mündete, wurde das Zusammenwirken im Netzwerk „Begabungsfördernde Schulen“ erlebbar.

Nunmehr engagieren sich im Netzwerk insgesamt zehn Schulen, die mit dem Gütesiegel ausgezeichnet sind. Diese Bildungseinrichtungen sind auch für Lehrer, Eltern und andere Interessierte Ansprechpartner in der Region. Darüber hinaus haben auf der Veranstaltung am 26. Februar in Magdeburg weitere sechs Grundschulen und Gymnasien das Zertifikat „Begabungsfördernde Schule“ verliehen bekommen, welche überzeugende Arbeit im Rahmen der Begabungsförderung leisten.

Großes Interesse am 3. landesweiten Fachtag „Sprachbildung in allen Fächern für Lehrkräfte aller Schulformen – Vielfalt gestalten“

Der Entwicklung von Bildungssprache und den damit verbundenen Herausforderungen für die schulische Bildung widmete sich der 3. Fachtag, der mit über 80 Teilnehmenden in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt am 29. Februar 2020 in der Berufsbildenden Schule „Hermann Beims“ in Magdeburg stattfand.

Lehrkräfte des Landes, Referent*innen der Landesinstitute aus Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, Studierende, Schulsozialarbeiter*innen, Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst sowie viele interessierte Gäste erlebten gemeinsam mit Workshopleiter*innen an Beispielen aus der Praxis, wie sprachliche Bildung gestaltet und bildungssprachliche Fähigkeiten systematisch gelegt und im schulischen Kontext weiterentwickelt werden können.

Mit dieser Veranstaltung konnte die Reihe von Fachtagen zu den Themen Bildungssprache, sprachsensibler Fachunterricht und Mehrsprachigkeit in der Schule erfolgreich fortgesetzt werden.

Der Hauptreferent Herr Prof. Dr. Claudio Nodari, langjähriger Dozent für Didaktik des Deutschen als Zweitsprache an der Pädagogischen Hochschule Zürich und Leiter des Instituts für Interkulturelle Kommunikation, beeindruckte mit hoher fachlicher Expertise und begeisterte vor allem mit rhetorischem Charme. Besonders gewinnbringend für die Teilnehmenden waren die praktischen Einblicke und Gespräche in den einzelnen Workshops.

Zum Erfolg des Fachtages haben maßgeblich der herzliche Empfang und die hervorragende Verpflegung aller Teilnehmenden durch die Auszubildenden der dualen Ausbildungsberufe der Gastronomie vor Ort gemeinsam mit den Kolleg*innen der Berufsbildenden Schule „Hermann Beims“ beigetragen.

Der 4. Fachtag „Sprachbildung in allen Fächern“ findet am 24. April 2021 in Halle statt.

Elternbefragung zum Homeschooling

Das Zentrum für Empirische Pädagogische Forschung (zepf) der Universität Koblenz-Landau bittet Eltern um ihre Teilnahme an einer Online-Befragung zum Homeschooling während der Covid-19-Pandemie. Die Ergebnisse werden Schulen, Lehrkräften und Bildungsverantwortlichen zur Verfügung gestellt.

Zum Verfahren:

Das Ausfüllen des Online-Fragebogens dauert ca. 20-30 Minuten. Alle Daten werden verschlüsselt übertragen und anonymisiert gespeichert. Wenn Sie die Befragung unterbrechen möchten, so können Sie dies jederzeit mit Hilfe des Buttons „Später fortfahren“ tun. Die Angabe Ihre E-Mail-Adresse ist optional und dient dazu, Ihnen Informationen zum Fortsetzen der Umfrage zukommen zu lassen. Ihre E-Mail-Adresse wird ausschließlich zu diesem Zweck und nur bis zum Ende der Befragung gespeichert.

Der Link zur Befragung ist:  https://homeschooling-e.zepf.eu/

Mehr zur Erhebung erfährt man unter: www.zepf.eu

 

29. EMSE-Tagung am LISA

Die 29. Tagung des Netzwerk zur empiriegestützten Schulentwicklung „EMSE“ fand am 12. und 13. Dezember am LISA in Halle statt. In verschiedenen Vorträgen und Arbeitsgruppen wurden thematisch zentrale Prüfungen und Schulqualität betrachtet. Dr. Hoffmann und Dr. Schröter vom IQB stellten das Projekt der gemeinsamen Abituraufgabenpools der Länder vor. Prof. Schmid-Kühn betrachtete die Leistungsbeurteilung im Spannungsfeld der zentralen Abschlussprüfungen. In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden zentrale Leistungserhebungen, das Monitoring der Abschlussprüfungen, die Evaluation der zentralen Prüfungen und die Bestimmung der Güte von Leistungsmessungsverfahren bearbeitet.

Schultheater der Länder „RAUM.BÜHNE“ in Halle – ein Rückblick

Vom 22.-27. September waren sie überall in Halle zu sehen: junge Leute mit Rucksäcken „SDL*19“ und ansteckend guter Laune, aber auch viele Erwachsene mit diesen Leinenbeuteln auf dem Rücken, meist in angeregte Gespräche vertieft.

Es war die Woche des alljährlichen Festivals mit Fachtagung „Schultheater der Länder“, europaweit das größte Festival dieser Art, das jedes Jahr in einem anderen Bundesland Station macht. In diesem Jahr war Sachsen-Anhalt Gastgeber. Es kamen über 250 Schülerinnen und Schüler sowie weit über 200 Lehrkräfte aus der gesamten Bundesrepublik in Halle (Saale) zusammen, um zu sehen, zu erleben, zu diskutieren und weiter zu entwickeln, was schulische kulturelle Bildung auf dem Gebiet des szenischen Gestaltens leisten kann.

Halle erwies sich als eine herzliche, offene, großzügige Gastgeberstadt. Die Reflexionen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des SDL*19 waren von großer Sympathie und Wertschätzung für die Gestaltung des SDL in Halle geprägt.

Während die Schultheatergruppen getreu dem Thema des diesjährigen Festivals an unterschiedlichen Spielorten ihre Aufführungen zeigten: im Steintor-Varieté, im großen Saal des LISA, in der Aula des Landesgymnasiums Latina „August Hermann Francke“, in einem Hörsaal der Pädagogischen Fakultät der Martin-Luther-Universität sowie in einer Freien Spielstätte, konnten die Fachtagungsteilnehmenden im Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung (LISA) Vorträge, Workshops zum Thema, Fachforen zu den gezeigten Stücken sowie Gesprächsrunden zum Erfahrungsaustausch  wahrnehmen.

Eine Besonderheit prägte das diesjährige SDL. Am Mittwoch konnten alle Generationen des SDL*19 auch den „KULTUR.RAUM.HALLE“ entdecken. Vielfältige Angebote, die von Schulen der Region, vom Institut für Germanistik der halleschen Universität sowie vielen halleschen Kultureinrichtungen angeboten und gestaltet wurden, gaben einen Einblick in die lebendige Kulturlandschaft der Stadt.

Und noch etwas zeichnet den Geist des diesjährigen SDL aus: Nach dem entsetzlichen Anschlag auf die hallesche Synagoge und den unfassbar heimtückischen Morden an arglosen Mitbewohnern der Stadt Halle wenige Wochen nach unserem lebensfrohen Festival drückten uns viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer des SDL*19 in mitfühlenden Worten und Zeilen ihre Betroffenheit und Solidarität aus.

Vielen Dank allen, die das SDL*19 „RAUM.BÜHNE“ zu einer Woche des Zusammenhalts, der Kultur, der Bildung und kreativer Ideen werden ließen.

Umgang mit Verschwörungstheorien im Unterricht

Wie gehen wir als Schule und Fachlehrer im Unterricht mit Verschwörungstheorien, Falsch-Nachrichten, Extremismus und Online-Radikalisierung um?

Aus aktuellem Anlass hat das LISA eine Synopse mit Impulsen, Materialien, Unterrichtsideen, weiterführenden Links und vertiefenden Artikeln zur Thematisierung von Verschwörungstheorien, Rassismus etc. im Unterricht erarbeitet.

Synopse Verschwörungstheorie

Der fjp>media und das Ministerium für Bildung haben eine Handreichung zum Umgang mit dem Tätervideo aus Halle erstellt.

Handreichung zum Umgang mit dem Tätervideo aus Halle

 

 

Anpassung der Lehrpläne für Grundschulen, Sekundarschulen und Gymnasien mit Beginn des neuen Schuljahres 2019/2020

Die Grundsatzbände und Fachlehrpläne für die Schulformen Grundschule und Sekundarschule wurden entsprechend der KMK-Strategie „Bildung in der digitaten Welt“ angepasst.

Auch für die Schulform Gymnasium traten Anpassungen für die gymnasiale Oberstufe zum 1.8.2019 in Kraft.

Die neue Pflegeausbildung kommt

Fachtag zur generalisierten Pflegeausbildung für alle Pflegeschulen am LISA in Halle (Saale)

Das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt ist zukünftig für die Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte aller Pflegeschulen in Sachsen-Anhalt zuständig. Hierzu fand am LISA in Halle am 2. Oktober der erste Fachtag zur neuen Pflegeausbildung statt. Im Fokus stand der neue Rahmenlehrplan der Fachkommission sowie der fachliche Austausch mit allen Pflegelehrkräften.

Am 1. Januar 2020 löst das Pflegeberufegesetz das bisherige Krankenpflege- und Altenpflegegesetz ab. Damit beginnt ein neuer Weg in der Kranken und Altenpflegeausbildung – die generalistische Pflegeausbildung.

Mit dieser Reform wird eine der größten Ausbildungsreformen in der Pflege in Deutschland umgesetzt. Die künftige Pflegeausbildung ist generalistisch ausgerichtet. In den ersten beiden Ausbildungsjahren der neuen Pflegeausbildung werden alle Auszubildenden  gemeinsam unterrichtet und praktisch ausgebildet. Die neue Pflegeausbildung ist demzufolge nicht mehr nur auf eine Lebensphase oder einen Versorgungsbereich ausgerichtet, sondern qualifiziert für die neuen, umfassenderen Herausforderungen in der Pflege. Die Auszubildenden sollen ein pflegerisches Verständnis entwickeln, das es ihnen ermöglicht, sich schnell in die jeweiligen Spezialgebiete mit ihren unterschiedlichen Anforderungen einzuarbeiten. Bei den Auszubildenden müssen demzufolge Kompetenzen entwickelt werden, damit sie in allen Bereichen der Pflege professionell tätig werden können.

Diese Neuerungen sind sehr umfangreich und bringen vielfältige Anpassungen und Neuorientierungen in der schulischen Ausbildung im Pflegebereich mit sich. Alle Pflegelehrkräfte sind gefordert, Kompetenzen bei den Auszubildenden zu entwickeln, die auf eine Pflege für alle Altersgruppen und in allen Bereichen abzielt.

Bisher war das Ministerium für Soziales und Gesundheit in Sachsen-Anhalt für die schulische und praktische Ausbildung der Gesundheits- und Krankenpfleger und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger zuständig. Diese Zuständigkeit liegt nun beim Ministerium für Bildung.

3 Schulen verteidigen Ihren Titel als „Begabungsfördernde Schule“

Am 28. Mai 2019 sind drei Schulen des Landes Sachsen-Anhalt angetreten, um das Gütesiegel „Begabungsfördernde Schule“ zu verteidigen. Die Grundschule „August Hermann Francke“ aus Wernigerode, die Landesschule Pforta sowie das Gymnasium „Werner von Siemens“ aus Magdeburg erhalten das Gütesiegel für weitere vier Jahre verliehen. Gratulation!

Voraussetzung für die Verleihung sind der schriftliche Antrag sowie eine kritische Reflexion der im letzten Bewilligungszeitraum geleisteten Arbeit und das Mitwirken bei der Fortbildung „Gütesiegelschulen stellen sich vor“. Auf dieser Kolloquiumsveranstaltung boten die Vertreterinnen und Vertreter der drei Schulen den Teilnehmenden interessante Einblicke in das jeweilige schulinterne Konzept der Begabungs- und Begabtenförderung. Zudem zeigten sie anhand verschiedener Beispiele auf, wie die Förderung und insbesondere auch Herausforderung begabter Kinder und Jugendlicher gelingen kann. Die sich an die Präsentation einer jeden Schule anschließenden Gesprächsrunden dienten den vertiefenden Nachfragen der Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums für Bildung, des Landesinstituts für Schulqualität und Lehrerbildung (LISA) und des Landesschulamtes Sachsen-Anhalts, und luden darüber hinaus alle Teilnehmenden zum gegenseitigen Austausch ein.

Im Februar des kommenden Kalenderjahres wird es zwei Folgeveranstaltungen unter gleichem Titel geben, in denen sich weitere Schulen des Landes um die Weiterführung des Gütesiegels bewerben. 

Ist die Digitalisierung im Unterricht angekommen?

In der beruflichen Bildung ist längst Realität, worum in anderen Schulformen noch gerungen wird: Allen Berufen der dualen Ausbildung liegen bundeseinheitliche Rahmenlehrpläne zugrunde. Darum ist die inhaltliche Kooperation der Verantwortlichen der beruflichen Bildung nicht nur sinnvoll, sondern von vordringlicher Bedeutung, um ein einheitliches Vorgehen zu ermöglichen, Ressourcen zu sparen und Kapazitäten auszulasten.

Jährlich treffen sich die Verantwortlichen für Lehrplanentwicklung und Fortbildung in der beruflichen Bildung, um aktuelle Schwerpunktthemen zu diskutieren. In diesem Jahr ist das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt Gastgeber dieser Tagung. Vertreter der Landesinstitute der Länder tagen in Magdeburg vom 27.05.2019 bis 29.05.2019.

Standen auf der Jahrestagung 2018 in Soest (NRW) die Kompetenzentwicklungen im digitalen Raum im Fokus, so werden die Diskussionen auf der diesjährigen Tagung weitergeführt und konkretisiert.

Die Vertreter der Länder tauschen sich aus,  wie Themen der Digitalisierung in den landesspezifischen Lehrplänen aufgenommen werden.

Ebenso wird die unterrichtliche Ebene unter der Fragestellung beleuchtet, wie sich die berufliche Arbeit  durch die beginnende Digitalisierung von Dienstleistungs-, Produktions-, Konstruktions- und Steuerungsprozessen ändert und wie der schulische Teil der beruflichen Bildung darauf<s> </s>reagieren kann. Des Weiteren tauschen sich die Vertreter der Landesinstitute über Vorhaben in der Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften an berufsbildenden Schulen aus und ziehen gemeinsame Schlussfolgerungen für weitere Fortbildungsvorhaben. 

Futter für den IQ

Zur Erweiterung und Modernisierung der außerschulischen Möglichkeiten zur Förderung und Forderung leistungsstarker und begabter Schülerinnen und Schüler startete Sachsen-Anhalt im März 2019 ein webbasiertes Angebot – eine Webakademie. In der Webakademie können Schülerinnen und Schüler mit besonderen Leistungspotentialen und Lerninteressen nicht nur herausfordernde Aufgaben finden und lösen, sondern auch aufgaben- und themenbezogen kommunizieren sowie Anleitung zum Nachdenken finden.

Zunächst wurde in der Webakademie nur ein Kursraum für die Mathematikdetektivinnen und –detektive eröffnet. In diesem Kursraum knobeln derzeit 50 Jungen und Mädchen der 1. bis 4. Klasse.

Nach und nach werden  Kursräume für weitere Fächer und Klassenstufen hinzukommen und gemeinsam kann dann getüftelt, geknobelt und geforscht werden.

Eröffnung des neuen Standorts in Magdeburg

Das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) ist mit seinen staatlichen Seminaren in Halle und Magdeburg für die zweite Phase der Lehreramtsausbildung (Referendariat/Vorbereitungsdienst) in Sachsen-Anhalt zuständig.

Nun konnte das LISA neue, größere Räume im City Carree Magdeburg beziehen und hat nun am Standort Magdeburg die Möglichkeit mehr Seminare und Fortbildungen durchzuführen.

Bildungs-Staatssekretärin Eva Feußner und LISA-Direktor Dr. Siegfried Eisenmann eröffneten offiziell die Räumlichkeiten und nutzen die Gelegenheit auch mit Referendaren ins Gespräch zu kommen. In Ihren Grußworten betonten Sie die Bedeutung des Standorts für die Lehramtsausbildung und die vereinbarte Kapazitätserhöhung auf 940 Referendare jährlich. Gleichzeitig hob Dr. Eisenmann die Bedeutung der Universitäten im Land hervor, an denen die erste Phase der Lehramtsausbildung stattfindet.

„Bildung in der digitalen Welt“ – Orientierungen zu Kompetenzanforderungen in verschiedenen Schuljahrgängen

In Sachsen-Anhalt werden derzeit die durch die Kultusministerkonferenz vorgegebenen Kompetenzen zur „Bildung in der digitalen Welt“* in die Lehrpläne der Grundschule und Sekundarschule eingearbeitet. Bis zum Inkrafttreten der fortgeschriebenen Lehrpläne im Schuljahr 2019/20 bietet die anliegende Übersicht Orientierungen zum Stand der Kompetenzentwicklung in verschiedenen Schuljahrgängen als Unterstützung der schulinternen Planung. 

Lehrplananforderungen"Bildung in der digitalen Welt" (PDF-Dokument)
Gesamtübersicht als Grundlage für schulinterne Planungen

"Bildung in der digitalen Welt" - Kompetenzanforderungen im Lehrplan Gymnasium (PDF-Dokument)
Das Material bietet eine Übersicht über die Kompetenzanforderungen zur "Bildung in der digitalen Welt" im Lehrplan Gymnasium.

Anregungen zur Weiterentwicklung werden gern entgegengenommen: Digitale-Welt(at)lisa.mb.sachsen-anhalt.de

Leistung macht Schule

Am 16. April 2018 fand am LISA in Halle das erste Arbeitstreffen der Vertreterinnen und Vertreter der Projektschulen, des Forschungsverbundes LemaS und des Projektträgers DLR statt.

Wissenschaft trifft Schule – das war der Leitgedanke der ersten Netzwerktagung im Rahmen der „Gemeinsamen Initiative von Bund und Ländern zur Förderung leistungsstarker und potentiell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler“. Die Vertreterinnen und Vertreter der acht am 6. November 2017 berufenen Projektschulen konnten bei dieser Veranstaltung, basierend auf den Vorträgen von Frau Prof. Dr. Weigand (Pädagogische Hochschule Karlsruhe), von Herrn Prof. Dr. Wollersheim (Universität Leipzig) und von Herrn Junior-Prof. Dr. Johannes Mayer (Universität Leipzig) als auch durch die Gesprächsrunden am Nachmittag, einen Einblick in die inhaltlichen Überlegungen und Zielstellungen der am Projekt beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen des Forschungsverbundes „Leistung macht Schule“ gewinnen. Zudem hatten alle Teilnehmenden reichlich Gelegenheit zu einem aktiven gegenseitigen Austausch.

Ziel der Netzwerktagung war der Aufbau erster Kommunikationsstrukturen zwischen den mitwirkenden Institutionen und Bildungseinrichtungen. Die Vertreter der Wissenschaft gaben einen Einblick in ihre mit der Initiative verbundene Arbeit, die angestrebten Ziele sowie die inhaltliche Ausrichtung der angebotenen Teilprojekte geben. Durch den einleitenden Fachvortrag und dem dialogischen Austausch in einer Workshop-Runde wurden erste Anknüpfungspunkte zwischen Wissenschaft und schulischer Praxis geschaffen.

Mein Redekompass - Formulierungshilfen für kleine und große Vorträge

Der Redekompass wurde im Rahmen der Bund- und Länderinitiative BiSS (Bildung durch Sprache und Schrift) am LISA entwickelt und soll Lehrerinnen und Lehrer in Ihrer Arbeit zur Sprachförderung unterstützen. Er wurde exemplarisch als Formulierungshilfe für die Hand des Schülers gestaltet und hilft den Schülerinnen und Schülern bei der sprachlichen Gestaltung ihrer kleinen und großen Vorträge im Unterricht. Mit Hilfe des Redekompasses kann aufgrund der Bindung auch an ausgewählten Schwerpunkten des Vortrages gearbeitet werden; beispielsweise können Schwerpunkte wie die Gliederung des Vortrages oder die Gestaltung von Übergängen im Vortrag expliziert thematisiert werden. Der Redekompass eignet sich sehr gut zur Differenzierung innerhalb der Lerngruppe.

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Die Betreuung von Facharbeiten (Dialog 29)

Mit dem neuen Lehrplan für das Gymnasium und das Fachgymnasium sind sowohl durch den Grundsatzband als auch durch die Fachlehrpläne Weiterentwicklungen hin zu einer kompetenzorientierten Unterrichtskultur initiiert worden. Dabei rückt das ergebnisorientierte und selbstständige Arbeiten der Schülerinnen und Schüler mit wissenschaftsorientiertem Anspruch stärker in den Fokus. Das Anfertigen einer Facharbeit bringt ein nicht zu unterschätzendes Potenzial, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Die Facharbeit ist eine selbstständig anzufertigende und thematisch gebundene schriftliche Hausarbeit.

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